Forschen in Sibieren

Die Anreise dauerte lange, das Ziel war Jakutsk im fernen Si­birien. Vom 8. Juli bis zum 24- August 2002 arbeiteten und forschten 6 Auricher Schüler*innen mit Wissenschaftlern und Studenten der Staatsuniversität Jakutsk im Gebiet der Lcna. Weil es in Sibirien während der letzten Eiszeit keine Verglet­scherung gegeben hat, ist dort im Dauerfrostboden eine Tier­und Pflanzenwelt konserviert worden, die es sonst nirgends mehr gibt. Am bekanntesten sind die Mammut-Mumien.

Durchkellen des Brunnenaushubs im Schlosshof in Soling 2002

Ausgrabungen im Soling

Die Arbeit mit einem Tachymeter, einem Theodolit oder dem Nivelliergerät kommt im Unterricht eher nicht vor. Das Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Universi­tät Göttingen ermöglichte 2002 4 Auricher Schülern eine Lehrgrabung im Soling, am Beispiel einer mittelalterlichen Stadtwüstung von ca. 1180.

Die Schüler lernten das Glätten der Fläche, das Kennzeich­nen der Befunde, das Erstellen eines Koordinatensystems, Zeichnen der Fläche, Fotografieren der Befunde und der Tiefenmessung. Eine sorgfältige Aufnahme sämtlicher Werte ist für eine spätere Dokumentation unumgänglich. Wissenschaftliches Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Klassenraum der Schule und gemachter Erfahrung vor Ort.

Ausgrabungen in Italien

Groß war die Freude der zwei Auricher Schülerinnen in das Urlaubsland Italien fliegen zu dürfen. Hier jedoch arbeite­ten die jungen Damen, beide volljährig, in der Grabungs­kampagne Albano 2012.

Ina Schoon und Lara Pape in der Grabungskampagne Albano bei Rom 2012

Das Projekt des deutschen Archäologischen lnstituts in Rom hatte den beiden Schülerinnen ermöglicht, bei der Freilegung des Lagers der Legio II Parthica aus der zeit des Septimus Severus, mitzugraben. Der Arbeitstag begann we­gen der sommerlichen Hitze schon früh und endete am spä­ten Nachminag. Alle Funde wurden sorgfältig begutachtet, gereinigt und archiviert. Die Arbeit in der international be­setzten Grabungsgruppe führte nach Beendigung der Gra­bungszeit zu freundschaftlichen Kontakten.

Expedition in Trinidad

Warum haben Tiere, die in einem Schwarm leben, eine hervorragende Strategie gegen Fressfeinde? Fischschwär­me oder Vogelschwärme korrespondieren auf eine noch zu erforschende Weise der Individuen miteinander. Im Regenwald auf Trinidad arbeiteten Schülerinnen und Schüler an Fischen in entsprechenden Habitaten inner­halb einer kleinen Forschergruppe

Teamfoto der Expedition in Trinidad 2017

Das Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin gab den Auricher Stipendiaten die Chance, Verhaltensforschung von Fischen im Regenwald von Trinidad und anschließen Mexiko. Für jeweils 3 Wochen flogen jeweils 2 Auricher Schüler von Berlin nach Trinidad. In kleinen, inrernational zusammengesetzten Teams forschten die Auricher Schüler*innen unter Bedingungen, (Schlangen und Vogelspinnen) die Zuhause sehr fremd sind.

Aus dem Verhalten der Fische unter Stressbedingungen lernten die Stipendiaten kollektive Verhaltensformen, die statistisch in mathematische Modelle eingearbeitet wurden.

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